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Zusätzliche
klinische Zeichen:
1.Schlafstörungen und ihre Konsequenzen
z.B. Einschlafstörungen, Durchschlafstörungen,
Tagesmüdigkeit oder Erschöpfung und weniger häufig:
schwere Tagesmüdigkeit.
2.Unwillkürliche Bewegungen
a) Periodische Beinbewegungen im Schlaf (Periodic
Limb or Leg Movements = PLM, Periodic Limb
Movements in Sleep = PLMS, Periodic Movements in
Sleep = PMS, "nocturnal myoclonus").
Diese betreffen gewöhnlich nur die Beine oder die Beine
mehr als die Arme. Sie sind charakterisiert durch eine
repetitive, stereotype Dorsalflexion des großen Zehen mit
Spreizen der kleinen Zehen und sind begleitet von einer
Beugung im Sprunggelenk, im Knie und der Hüfte und
wiederholen sich üblicherweise in Intervallen von 20-40 sec
mit einer Dauer der Kontraktion von 0.5 - 5 sec. Sie treten
meist in den Schlafstadien I und II auf. Mindestens 4
aufeinanderfolgende Bewegungen in Serie müssen
auftreten, damit die polysomnographischen Kriterien für
PLMS erfüllt sind. Die Bewegungen sind nicht nur rein
myoklonisch, was die Kontraktionsgeschwindigkeit betrifft.
Sie können uni- oder bilateral sein. Das Verteilungsmuster
der motorischen Aktivität kann sich innerhalb einer Nacht
ändern. Die Bewegungen ähneln einer dreifachen Flexion
oder dem Babinski-Zeichen.
b) Unwillkürliche Beinbewegungen im Wachzustand
und in Ruhe (Synonyme: Periodic Movements While Awake, PLM,
Dyskinesias While Awake).
Diese betreffen meist nur die Beine oder die Beine mehr
als die Arme. Sie ähneln den PLMS, z.B. als stereotype,
repetitive Beugungen in den Sprung,- Knie- und
Hüftgelenken. Sie können periodisch oder aperiodisch
auftreten, können myoklonisch (schnell) oder häufiger noch
verzögert auftreten, können ein- oder beidseitig sein und
können von einer Seite auf die andere wechseln. Die
Bewegungen verschwinden bei Willkürbewegungen, und
deshalb nutzen die Patienten Willkürbewegungen als
Strategie, um ihre unwillkürlichen Bewegungen zu
unterdrücken. Unwillkürliche Bewegungen werden von den
Patienten häufig nicht bemerkt, wenn der Patient nicht
aufgefordert wird, sich nicht willkürlich zu bewegen oder
freiwillig fixiert wird (suggested or forced immobilization
test)
3.Neurologische Untersuchung
Die neurologische Untersuchung beim idiopathischen RLS
ist unauffällig, das EMG und die Nervenleitgeschwindigkeiten
sind normal. Bei sekundären Formen mit klinischen und laborchemischen
Merkmalen einer zugrunde liegenden anderen Erkrankung können
eine Polyneuropathie, Radikulopathie etc. auftreten.
4.Klinischer Verlauf
RLS Symptome können in jedem Lebensalter beginnen.
Sie können, müssen aber nicht täglich auftreten. Patienten,
die schwer betroffen sind, sind meist im mittleren oder
fortgeschrittenen Lebensalter und das RLS kann
kontinuierlich oder progredient verlaufen. Lange
Remissionen können auftreten, obwohl das RLS
üblicherweise eine chronische Erkrankung darstellt. Es
kann durch eine Schwangerschaft oder Koffein verstärkt
werden oder ausschließlich unter diesen Bedingungen
auftreten.
5.Familienanamnese
Die Familienanamnese ist manchmal positiv und spricht für
einen autosomal-dominanten Erbgang.
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