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Das
Restless Legs Syndrom bei Patienten mit
Nierenerkrankungen oder Dialyse-Patienten
Beim Restless Legs Syndrom wird zwischen einer sogenannten
idiopathischen und einer symptomatischen oder sekundären
Erscheinungsform unterschieden. Während die erste Form ohne
erkennbare Ursachen auftritt, ist die letztere an das
Vorhandensein von anderen Erkrankungen gebunden. Neben der
durch Eisenmangel verursachten Blutarmut, dem Auftreten des
RLS in der Schwangerschaft und der chronischen rheumatischen
Gelenksentzündung (Rheumatoide Arthritis) nimmt besonders
die
Nierenerkrankung eine herausragende Rolle ein.
Die Häufigkeit des Auftretens eines sog. urämischen Restless
Legs Syndroms bei Patienten, die wegen einer
Nierenerkrankung dialysiert werden müssen, wird auf ca. 20%
geschätzt. Die Ruhelosigkeit der Beine stellt für diese Patienten
oft eine besondere Belastung dar. Nicht nur der zur Erholung
notwendige Schlaf nach der körperlichen Belastung durch die
Dialyse ist dadurch stark gestört, auch das Auftreten des
Bewegungsdranges während der Dauer der Dialyse bedeutet für
manchen Patienten eine große zusätzliche Beeinträchtigung.
Das Auftreten des Restless Legs Syndroms bei Patienten mit
Nierenerkrankung ist eng mit der fortschreitenden
Funktionseinschränkung der Nieren verbunden. Die gelegentlich
geäußerte Vermutung, daß die Ruhelosigkeit der Beine durch
die
Dialysebehandlung selbst verursacht wird, ist nicht zutreffend.
Bei
vielen Patienten macht sich diese bereits vor Beginn der
Dialysetherapie bemerkbar. Nach einer erfolgreichen
Organtransplantation verschwinden die Beschwerden fast immer
vollständig.
Welche Faktoren letztendlich zum Auftreten des Restless Legs
Syndroms bei Nierenerkrankung führen, ist noch unklar. Dabei
könnte es sich um die Folgen einer Anreicherung
ausscheidungspflichtiger Substanzen oder einer verminderten
Produktion bestimmter Botenstoffe durch die Niere handeln.
Bisher wurde eine gewisse Rolle bei der Entstehung des
Restless Legs Syndroms der bei Niereninsuffizienz auftretenden
Blutarmut und dem Eisenmangel zugeschrieben.
Bei allen Untersuchungen ist besonders die Mitarbeit der
Patienten gefordert. Weiterführende Ergebnisse wären nicht
nur
für das Verständnis des Restless Legs Syndroms an sich von
großer Bedeutung, sondern könnten einen wichtigen Beitrag
leisten, die stark eingeschränkte Lebensqualität dialysepflichtiger
Patienten zu verbessern.
Für Dialyse-Patienten ist es besonders wichtig zu wissen,
daß
gegen die bestehenden Restless Legs Symptome eine
Behandlung möglich ist. Sie sollten sich an Ihr Dialysezentrum
wenden, falls Sie derartige Symptome bemerken und sich über
entsprechende Therapien beraten lassen. (siehe Behandlung
des
RLS)

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